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Bangkirai Lexikon

Konstruktionshinweise

Der Aufbau vom Gelände zum Belag


Haus + Garten: Wie groß ist der Höhenunterschied?

  • Der Normalfall: Zwei Stufen vor dem Haus sind normal. Damit wird das Oberflächenwasser sicher vor dem Eindringen in das Gebäude abgehalten.
  • Der Wunschfall: Ebenerdig in das Haus? Das ist möglich, dann ist aber ein Vordach erforderlich. Eine Verbesserung können Holzpodeste bieten, weil diese eine trockene Konstruktion darstellt
  • Keine Erdanfüllungen.
  • Keine komplizierten Dichtungen.
  • Holzpodeste helfen Bauschäden zu vermeiden!






Der Untergrund


Zwei verschiedene bauliche Voraussetzungen:
  • Die bestehende Terrasse mit einer vorhandenen Pflasterung.
  • Die neue Terrasse auf einem Rohgelände. Zum Beispiel bei einem Wohnhausneubau.

Die Unterkonstruktion – bei vorhandener Pflasterung


Altterrassen können verbleiben! Altpflaster sind ein idealer Untergrund für die neue Holzterrasse:
  • Kein Rückbau spart Zeit und Geld!
  • Holzlager werden einfach oben aufgelegt.
  • Gefälle der vorhandenen Terrasse prüfen. Ein Gefälle von 2% zum Garten in Dielenlängsrichtung ist ideal. Fehlt das Gefälle, dann sollten Steine des vorhandenen Belages zur Entwässerung entfernt werden.
  • Höhenausgleich des bestehenden Pflasters.
  • Luftraum schaffen mit Gummiunterleger (Fließrichtung des Wassers beachten).
  • Konstruktionsholz fixiert zum Untergrund.
  • Geeignete Abstände wählen. Abhängig von der Dielendicke.
  • Bei direkter Auflagerung der UK auf dem Pflaster sollte ein Gummibahnstreifen untergelegt werden. Damit der Wasserabfluss sowie die Belüftung gewährleistet ist, wird eine Unterbrechung der Gummiauflage nach 50 cm empfohlen.



Die Unterkonstruktion – auf einem Rohgelände

  • Bei flachem Gelände trennen z.B. Rasenkantensteine die Holzunterkonstruktion vom umgebenden Boden.
  • Die Rasenkantensteine werden mit Magerbeton exakt nach einem Schnurgerüst gesetzt.
  • UK-Balken werden an den Rasenkantensteinen ausgerichtet.
  • Einzelfundamente stützen das Balkenrost ab. Abstand der Auflager siehe Tabelle 4 und 5.
  • Unterhalb der Terrasse sollte die Vegetation mit einem geeignetem Bodenaufbau und Vlies vermieden werden.


Unterkonstruktion

Technologisch gibt es keinen Grund, die Unterkonstruktion in der gleichen Holzart wie den Belag auszuführen. Jedoch sollte die Dauerhaftigkeit dem Belag entsprechen. Dies ist aber ohne weiteres auch mit einheimischen Holzarten machbar. Bei Auswahl einer geringeren Dauerhaftigkeitsklasse für die Unterkonstruktion sind entsprechende Feuchteschutzmaßnahmen erforderlich.




Ideal bei abfallendem Gelände

Wenn das Gelände stark abfällt, spart die Holzterrasse Gartenbaukosten!
  • Keine Erdanfüllungen mit aufwendigen Verdichtungen.
  • Keine Böschungen mit hohem Pflegeaufwand.

Tab. 3 Erforderliche Dicke der Bretter von Belägen aus Nadel- und Laubholz in Abhängigkeit der
Brettbreite und des Auflagerabstandes

Brettbreite (cm) Aufl agerabstand (cm)
40 50 60 70
Mindestdicke der Bretter (cm)
10 2,7 3,0 3,2 3,5
12 2,5 2,7 3,0 3,3
14 2,3 2,5 2,7 3,0

Tab. 4 Vorbemessungstabelle für die Unterkonstruktion
als Zweifeldträger bei einer bodennahen Konstruktion (Höhe bis 60 cm)

Verkehrslast (kN / m2) 1) 2,0 2,0 2,0
Eigenlast (kN / m2) 0,4 0,4

0,4

Spannweite
(m)
Abstand der Träger 40 cm 50 cm 60 cm
Trägerbreite (cm) 4,0

7,0

4,0 7,0 4,0 7,0
Trägermaterial Trägerhöhe (cm)
0,5 Eiche D30 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
1,0 5,7 4,5 5,7 4,5 5,7 4,5
1,5 7,2 5,9 7,2 5,9 7,4 6,2
2,0 8,7 7,3 9,4 7,8 9,9 8,2

1) bzw. 1kN Mannlast

 

Tab. 5 Vorbemessungstabelle für die Unterkonstruktion als Zweifeldträger

Verkehrslast (kN / m2) 4,0 4,0 4,0
Eigenlast (kN / m2) 0,4 0,4 0,4
Spannweite
(m)
Abstand der Träger 50 cm 60 cm 70 cm
Trägerbreite (cm) 8,0 10,0 8,0 10,0 8,0 10,0
Trägermaterial Trägerhöhe (cm)
0,5 Lärche/Douglasie C24 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
Eiche D30 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
1,0 Lärche/Douglasie C24 4,9 4,3 5,4 4,8 5,7 5,1
Eiche D30 4,6 4,3 4,9 4,6 5,1 4,8
1,5 Lärche/Douglasie C24 7,3 6,5 8,1 7,2 8,5 7,6
Eiche D30 6,9 6,4 7,4 6,8 7,7 7,1
2,0 Lärche/Douglasie C24 9,7 8,6 10,7 9,6 11,4 10,2
Eiche D30 9,2 8,5 9,8 9,1 10,2 9,5
2,5 Lärche/Douglasie C24 12,1 10,8 13,4 12,0 14,3 12,7
Eiche D30 11,4 10,6 12,2 11,4 12,8 11,8

Bei tragenden Konstruktionen (aufgeständerte Terrassen / Balkone) muss die Unterkonstruktion mit der Verkehrslast von 4,0 kN/m² bemessen werden.
Je weniger Kontaktfläche, desto besser ist der Schutz gegen Nässe.

 


Übersicht zur Verlegung der Terrassendielen

  • Fläche einteilen. Prüfen, wie begonnen wird.
  • Ein erstes, gerades Brett wird exakt ausgerichtet und befestigt.
  • Mit Abstandshaltern werden die Terrassendielen verlegt. Ggf. Spanngurte verwenden.
  • Schraublöcher vorbohren und senken.
  • Die Befestigung an einem Teststück probieren. Der Kopf soll bündig abschließen.
  • Auf ein exaktes Schraubenbild achten.
  • Freie bzw. gekappte Brettenden versiegeln. Besonders bei den schweren Holzarten (Importhölzern) erfolgt die Austrocknung über die Seiten verzögert. Hirnenden reißen durch beschleunigte Austrocknung auf.
  • Wandanschluss immer mit Fuge.



Abstand der Unterkonstruktion

  • Bei Belägen aus Laubholz sollte der Abstand der Befestigungspunkte zur Verminderung von Verformungen maximal 60 cm betragen.
  • Im Randbereich der Konstruktion sollte die über das letzte Auflager frei austragende Dielenlänge maximal 15 cm betragen, um ein Verwerfen der Brettenden in engen Grenzen zu halten. Bei größeren Überständen (max. 30 cm) hilft ein unterseitig angebrachtes Blindholz / Kantholz, die Brettenden in einer Ebene zu fixieren.

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